Montag, 9. Januar 2017

Das Brandenburger Tor erstrahlt heute in den Farben Israels

Das Brandenburger Tor in Berlin erstrahlt heute
in den Farben Israels in Gedenken
an die vier jungen Israelis,
die gestern (8. Januar 2017) in Jerusalem
bei einem Terroranschlag getötet wurden.


 

Dazu unser Gesandter Avraham Nir-Feldklein:

"Wir sind bewegt von der Geste des Berliner Senats und wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der deutschen Regierung und Bevölkerung für die tröstenden Worte der Solidarität. Wir alle sehen uns mit dem selben Terror konfrontiert, von Nizza über Berlin bis Jerusalem, aber gemeinsam werden wir uns dem Bösen entgegenstellen und wir werden gewinnen.
Das heutige Licht des Brandenburger Tores symbolisiert die Verbindung unserer Herzen.“

Sonntag, 8. Januar 2017

Könige, Kanzler und andere Obrigkeiten

Könige, Kanzler und andere Obrigkeiten





Daniel 2, 21:
Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand.

Römer 13, 1-3:
Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt.
Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.
Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!


1. Timotheus 2, 1-4:
So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Philipper 3, 17-21:
Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus; ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.

Freitag, 6. Januar 2017

Andacht: Heilsgewissheit

Siehe, Gott ist meine Rettung, ich vertraue, und fürchte mich nicht.
Jesaja 12, 2

Foto: Susanne Richter / pixelio.de


Heilsgewissheit

Leider gibt es viele Menschen, für die die ewige Seligkeit eine ganz unsichere Sache ist. Ja, sie sind sogar der Meinung, das müsse so sein; Gewissheit über das Heil erhalte man erst nach diesem Leben. Es sei Hochmut, wenn jemand von sich sagt, dass er der völligen Vergebung seiner Sünden sicher sei.
Doch diese Behauptung entspricht keineswegs den Unterweisungen der Bibel. Vielleicht ist es Unkenntnis. Denn wenn man nicht weiß, was Gottes Wort sagt, und es darum auch nicht im Glauben für sich ergriffen hat, dann ist es kein Wunder, dass Sicherheit und Freude des Heils fehlen.
Wenn ein Mensch sein Leben als Süner im Licht Gottes sieht und Ihm die Sünden bekennt (das nennt die Bibel "Buße tun"), dann nimmt Gott ihn an. Er zeigt ihm den Stellvertreter am Kreuz von Golgatha, seinen eigenen Sohn, und vergibt ihm aufgrund des dort vollbrachten Sühnewerkes.

Und was soll der begnadigte Sünder dann tun? Er darf glauben, dass das wahr ist, wie alles, was Gott uns in seinem Wort sagt: 

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.  
1. Johannes 1, 9

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben;
Johannes 3, 36

Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Johannes 10, 28

Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es doch, der rechtfertigt! Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt!
Römer 8, 33+34


Andacht aus: Die gute Saat 2015 vom CSV-Verlag. Andacht vom 3. März 2016

Mittwoch, 17. August 2016

Teilhaben an fremden Sünden


Teilhaben an fremden Sünden

Bibelstellen: 1. Timotheus 5,22; 1. Korinther 10,20-22; 2. Johannes 10.11

Wenn es darum geht, dass wir Gott missfallen, dann denken wir an unsere eigenen Sünden - an unsere Missgunst, Wut, Untreue und vieles mehr. Aber denken wir auch daran, dass wir Gott verunehren können, indem wir teilhaben an fremden Sünden?
Das ist gerade das, was Paulus in seinem ersten Brief an Timotheus schreibt: „Die Hände lege niemand schnell auf, und habe nicht teil an fremden Sünden" (Kap. 5,22). Wenn wir jemand, der sündigt, die „Hände auflegen", uns also mit dieser Person einsmachen, bekommen wir Anteil an verkehrten Wegen, Werken und Worten, obwohl wir sie selbst nicht tun. Das ist die Belehrung der Heiligen Schrift.

Wir wollen uns einige Schriftstellen ansehen, die deutlich zeigen, dass wir uns vom Bösen distanzieren müssen. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Dinge, Personen oder Orte. Das soll aber in diesem kurzen Aufsatz nicht weiter herausgearbeitet werden, sondern wir wollen durch die Schrift den großen Grundsatz erkennen, dass Heilige sich nicht mit Bösem einsmachen, sondern davon abstehen sollen.
 
Götzentempel nicht aufsuchen
Viele Christen in Korinth glaubten, in einen Götzentempel gehen zu dürfen, weil sie wussten, dass ein Götze nichts war (1. Kor 8,4). Doch diese Freiheit hatten sie nicht. Denn wenn sie im Götzentempel Fleisch aßen, das Götzen geopfert wurde, verbanden sie sich mit dem Götzendienst und kamen in Gemeinschaft mit Dämonen (1. Kor 10,20-22) - ob sie das wollten oder nicht, ob sie das wussten oder nicht. Wenn sie, die am Tisch des Herrn teilnahmen, zum Götzenaltar gingen, dann reizten sie den Herrn zur Eifersucht und forderten Ihn heraus, seine Macht zu zeigen. - Wir haben es heute in unserem Land nicht mit Tischen von Dämonen zu tun, aber mit Lehren von Dämonen (1. Tim 4,1). Unser ganzes Verhalten muss zeigen, dass wir nichts mit diesen Lehren zu tun haben.

Irrlehrer nicht aufnehmen und grüßen
In 2. Johannes 10.11 steht: „Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht. Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken." Man sollte also jemand, der Irrlehren über den Herrn Jesus verbreitet, nicht in das Haus aufnehmen und nicht einmal grüßen. Denn wer ihn grüßt, macht sich mit ihm eins und wird zu einem Teilhaber an seinen bösen Werken. Nicht zu grüßen mag sehr unhöflich wirken, aber die Ehre unseres großen Herrn nötigt ein derart entschiedenes Verhalten ab. Wir sollen eine böse Lehre über den Herrn nicht nur im Herzen und mit dem Mund verurteilen, sondern wir müssen durch unser Verhalten zeigen, wie wir dazu stehen.
Von „Gefäßen zur Unehre" absondern
In dem „großen Haus" der Christenheit gibt es Gefäße zur Ehre und zur Unehre (2. Tim 2,19-22). Wenn wir Gefäße zur Ehre Gottes sein wollen, müssen wir uns von den Gefäßen zur Unehre absondern. Gefäße zur Unehre sind solche, die sich Christen nennen, aber zum Beispiel durch glaubenszerstörende Lehren dem Hausherrn Unehre bereiten (2. Tim 2,18). Von diesen Gefäßen müssen wir uns äußerlich trennen. Es genügt nicht, wenn wir nur innerlich von der Ungerechtigkeit abstehen - obwohl das natürlich sehr wichtig ist und niemals fehlen darf (vgl. 2. Tim 2,22).

Böse Systeme verlassen
Der Schreiber des Hebräerbriefes forderte die gläubigen Hebräer auf, aus dem „Lager" hinauszugehen (Heb 13,13). Dieses Lager war das Judentum, das Christus gekreuzigt hatte und ihn weiterhin zurückwies. Auch wenn dieses Gebot heute viele Christen nicht mehr unmittelbar betrifft, bleibt das Prinzip bestehen: Wir müssen uns von einem religiösen System trennen, das für den Sohn Gottes keinen Platz hat. Der Protest mit dem Mund genügt hier nicht, die Füße müssen aktiv werden.
In Offenbarung 18,4.5 werden Gläubige aufgefordert, ein götzendienerisches, dämonisches System zu verlassen: „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht empfangt von ihren Plagen; denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht." Es geht um Babylon, die abtrünnige Kirche, die sich nach der Entrückung der Gläubigen formieren wird. Da sich jedoch einige Charakterzüge dieser „Anti-Kirche" schon im Lauf der Jahrhunderte ausgeprägt haben, tun wir gut daran, den Grundsatz der Absonderung auf uns anzuwenden. Wer in „Babylon" bleibt, wird der Sünden Babylons teilhaftig und wird von ihren Plagen empfangen. Es ist darum eine äußere Trennung von einem derart verderbten System nötig. Eine innere Abneigung gegen das Böse und ein mehr oder weniger lauter Protest reichen nicht aus.

Keine Freundschaft mit der Welt
Die Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft gegen Gott (Jak 4,4). Dementsprechend wird in 2. Korinther 6,14.15 vor einer „Jochgemeinschaft" zwischen Gläubigen und Ungläubigen gewarnt: „Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?" In den folgenden Versen zeigt Paulus, dass der Tempel Gottes - also die Versammlung (1. Kor 3,16.17) - nicht mit Götzenbildern verbunden sein darf. Und wenn doch eine Vermischung stattgefunden hat, gilt das, was schon den Juden in der babylonischen Gefangenschaft zugerufen wurde: „Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen" (2. Kor 6,17; vgl. Jes 52,11).

Böse hinaustun
Wir haben bisher über die persönliche Verantwortung nachgedacht, keine böse Verbindung einzugehen oder mit ihr zu brechen. Doch die örtliche Versammlung hat zudem die gemeinsame Verantwortung, mit dem Bösen in ihrer Mitte zu handeln. In Korinth kam ein Fall von Unzucht vor, wie er selbst unter den Nationen nicht üblich war. Der, der diese Tat begangen hatte, musste - in tiefer Demütigung vor Gott - aus der Mitte der Korinther hinausgetan werden (1. Kor 5,1.3.13). „Wisst ihr nicht", schreibt Paulus, „dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Fegt den alten Sauerteig aus" (1. Kor 5,6.7). Und auch bei falscher Lehre spricht der Apostel von „Sauerteig" und dessen verheerender Wirkung (Gal 5,9). Wenn also eine Versammlung mit dem Bösen - sei es moralisch oder lehrmäßig - in ihrer Mitte nicht handelt, dann verliert sie ihren Charakter der Heiligkeit. Der Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.

Beispiele aus dem Alten Testament
Nun wollen wir noch einige Begebenheiten aus dem Alten Testament betrachten, die uns den Grundsatz zeigen, dass die Trennung vom Bösen nötig ist, um nicht an Sünden anderer (und deren Folgen) Anteil zu bekommen.

Die Rotte Korahs
Als Korah und seine Rotte sich gegen Mose und Aaron empörten und das Priestertum an sich reißen wollten, sprach der HERR zu Mose: „Rede zu der Gemeinde und sprich: Erhebt euch ringsum weg von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams. ... Und er redete zu der Gemeinde und sprach: Weicht doch von den Zelten dieser gottlosen Männer und rührt nichts an, was ihnen gehört, dass ihr nicht weggerafft werdet in allen ihren Sünden! Und sie erhoben sich ringsum weg von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams" (4. Mo 16,24.26.27; Hervorhebung hinzugefügt). Dann öffnete sich die Erde und die Empörer wurden mitsamt ihren Familien verschlungen (4. Mo 16,31-33). Wer diesem furchtbaren Gericht entgehen wollte, musste von den Zelten Korahs und seiner Rotte weggehen.

Der Hohepriester Eli
Eli, der Hohepriester in Israel, war ein gottesfürchtiger Mann. Aber seine Söhne waren „Söhne Belials", die durch ihre üblen Taten den heiligen Opferdienst in Israel verächtlich machten. „Ihre Sünde war sehr groß vor dem HERRN" (1. Sam 2,12.17). Der hochbetagte Eli wies seine gottlosen Söhne zwar zurecht, doch das war nicht genug: Er hätte ihnen wehren müssen (vgl. 1. Sam 2,22-25; 3,13). Weil der Hohepriester Eli das nicht tat, wurde er mitverantwortlich für das Böse, das seine Söhne verübten. Dies zeigen die Worte des Propheten, der im Auftrag Gottes zu ihm sprach: „Warum tretet ihr mit Füßen mein Schlachtopfer und mein Speisopfer, die ich in der Wohnung geboten habe? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, dass ihr euch mästet von Erstlingen aller Opfergaben Israels, meines Volkes" (1. Sam 2,29; Hervorhebung hinzugefügt). Weil Eli angesichts des Bösen nicht handelte, musste ihm und seinem ganzen Haus das strenge Gericht des HERRN gepredigt werden (1. Sam 2,30 ff.). Wir sehen: Es genügt nicht, im Herzen richtig zu stehen. Es reicht auch nicht aus, mit Worten das Verkehrte anzuprangern. Manche Sünden haben einen derart ernsten Charakter, dass wir klar von ihnen abrücken und unser Verantwortung gemäß handeln müssen. Wir wollen ja keine Gemeinschaft mit etwas haben, was Gottes Namen verunehrt.

Der Mann Gottes aus Juda
Als der König Jerobeam den Kälberdienst in Dan und Bethel eingeführt und aus dem einfachen Volk Priester für seinen eigenwilligen Gottesdienst rekrutiert hatte, sandte Gott einen Propheten nach Bethel, um eine Botschaft des Gerichts zu überbringen (1. Kön 13,1 ff.). Er gebot diesem Propheten ausdrücklich, in dieser bösen Stadt Bethel kein Brot zu essen und kein Wasser zu trinken. Als der Mann Gottes seine Botschaft ausgerichtet und für den König Jerobeam wirksam um Heilung für seine verdorrte Hand gebeten hatte, schlug er eine Einladung von Jerobeam aus und machte sich auf den Weg nach Hause. Doch kurz danach wurde er schwach und nahm die Einladung eines alten Propheten aus Bethel an, der behauptete, ihm im Auftrag eines göttlich gewiesenen Engels in sein Haus gebeten zu haben. Und was geschah, nachdem der Mann Gottes im „Götzenhaus" Bethel (Hos 4,15; 10,5) Gemeinschaft mit dem alten Propheten gehabt hatte? Er wurde kurze Zeit später auf dem Rückweg von einem Löwen getötet und sein Leichnam kam nicht in die Gräber seiner Väter. Dieser Mann Gottes hatte die goldenen Kälber in Bethel nicht angebetet und war sogar ein mutiger Zeuge gegen diese grobe religiöse Verirrung gewesen. Doch das genügte nicht: Er hätte jede Gemeinschaft in Bethel vermeiden müssen. Weil er das nicht beachtet hat, wurde sein Dienst auf der Erde beendet. Wie ernst ist das!

Göttliche Verheißungen
Absonderung und Trennung fallen niemand leicht. Es kann uns manche innere Not und Unverständnis einbringen. Aber wir wollen die Gemeinschaft mit unserem Gott und Vater und die Anerkennung unseres Meisters höher achten. Und wir möchten auch an die besonderen Verheißungen denken, die Gott denen gibt, die sich treu vom Bösen distanzieren: Wer aus dem „Lager" hinausgeht, findet den Herrn Jesus und seine Schmach, die eine Ehre ist (Heb 13,13); wer sich von Babylon trennt, entgeht den göttlichen Plagen (Off 18,4); wer sich von den Gefäßen zur Unehre absondert, wird ein geheiligtes, nützliches und zu allem brauchbares Gefäß zur Ehre des Hausherrn (2. Tim 2,21); und wer aus der Mitte der Götzendiener weggeht, wird von Gott aufgenommen und kann die Beziehung zu Ihm ungestört genießen (2. Kor 6,18). Das sind großartige Verheißungen Gottes, die uns Mut machen sollen, entschieden zu handeln.

Drei wichtige Punkte
Zum Schluss möchte ich noch auf drei wichtige Punkte hinweisen, die zu einer gottgemäßen Absonderung gehören. Erstens muss die Trennung vom Bösen immer gepaart sein mit innerer Heiligkeit und mit der Gesinnung der Demut. Wir wollen nicht zu denen gehören, die hochmütig sprechen: „Bleib für dich und nahe mir nicht, denn ich bin dir heilig!" (Jes 65,5). Zweitens wollen wir daran denken, dass nicht jede Sünde gleich schwer wiegt und dass unsere Reaktion auf die Sünden anderer darum unterschiedlich ausfallen muss. Wir sollen uns wohl von jeder Art des Bösen fernhalten (1. Thes 5,22) - aber wie das geschieht, wird ganz verschieden aussehen. So ist selbstredend nicht bei jeder Sünde eine äußere Trennung oder ein Ausschluss aus der Gemeinschaft der Heiligen nötig. Drittens wollen wir auch erwägen, dass wir nicht nur versagen, wenn wir Gemeinschaft mit Bösem machen, sondern auch, wenn wir die Gemeinschaft mit denen verweigern, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.

Dennoch gilt es festzuhalten: Wir wollen auf der Hut sein, dass wir nicht Anteil an fremden Sünden bekommen und Gottes Wort auch in dieser Hinsicht ernst nehmen. 

Gerrid Setzer

Donnerstag, 28. Juli 2016

Gnade, solange die Fackel noch brennt

Gnade, solange die Fackel brennt
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben,
und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es.

Epheser 2,8
  • Von dem griechischen König Alexander dem Großen wird erzählt, dass er jedes Mal, wenn er eine feindliche Stadt belagerte, vor den Stadttoren eine brennende Fackel in die Erde stecken ließ. Das bedeutete, dass jeder, der herauskam, solang diese Fackel brannte, am Leben bleiben durfte. Der König gewährte diesen Menschen seine Gnade. War dagegen die Fackel abgebrannt, wurde die Stadt gestürmt und jeder getötet, der sich noch innerhalb der Mauern befand.
    Heute noch bietet Gott uns seine Gnade an. Er will, dass wir leben. Wir Menschen müssen uns jedoch entscheiden: zu ihm umzukehren oder ihn weiterhin zu ignorieren. Und das, solange wir leben, d.h. solange unsere Lebensfackel brennt. Wie lange noch, das weiß niemand. Ein plötzlicher Sturm kann sie jederzeit ausblasen.
    Wenn ein Verurteilter vom Bundespräsidenten begnadigt wird, so bedeutet das: Es wird auf die weitere Vollstreckung eines Urteils verzichtet. Und der Verurteilte wird in den Stand versetzt, als hätte er nie eine Straftat begangen. Dadurch steht aber Gnade im Gegensatz zur Gerechtigkeit. Es ergeht Gnade vor Recht. Menschliche Gnade setzt die Gerechtigkeit außer Kraft.
    Bei Gott ist das anders. Seine Gnade gibt er nie auf Kosten der Gerechtigkeit. Er wäre sich sonst selbst untreu. Bei Gott stimmen Gnade und Gerechtigkeit überein. Seine Gerechtigkeit fordert die Bestrafung der Menschen für ihre Sünden, aber in seiner Liebe und Gnade hat Gott seinen eigenen Sohn als »Sühnung für unsere Sünden« gesandt. Am Kreuz auf Golgatha sind Gottes heilige und gerechte Forderungen durch den Herrn Jesus vollständig erfüllt worden. Und zugleich leuchtet hell vom Kreuz die wunderbare Gnade. Auf dieser Grundlage bietet Gott uns seine Gnade an. Er will, dass wir leben sollen.


    Herbert Laupichler

    Quelle: http://www.talk-about.org/leben-ist-mehr/default.asp?datum=14.07.2015
    Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
 

Samstag, 20. Februar 2016

Süße Sünde




Sprüche Kapitel 9:
13 Frau Torheit ist unbändig, voll Unverstand und erkennt gar nichts;
14 und doch sitzt sie bei der Tür ihres Hauses, auf einem Sessel auf den Höhen der Stadt,
15 um die Vorübergehenden einzuladen, die auf dem richtigen Pfad wandeln:
16 »Wer unverständig ist, der komme herzu!« Und zum Uneinsichtigen spricht sie:
17 »Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt köstlich!«
18 Er weiß aber nicht, daß die Schatten dort hausen und ihre Gäste in den Tiefen des Totenreiches. 

------------------------------------------------------------------

Eine Zeitungsanzeige warb mit dem Prädikat "wertvoll" für einen Film, dessen Titel lautete: "Schönheit der Sünde". Ob sich das Publikum von diesem Titel einfangen ließ? Solche Filme werden ja allzu oft Kassenschlager.
Die Heilige Schrift macht zum Thema Sünde jedoch eine ganz entgegengesetzte, für den Menschen unbequeme Aussage; und wir können diesen Gegensatz nicht entschärfen. Tatsächlich kommt Sünde meist nicht in abstoßendem Gewand einher. Sehr oft ist sie schillernd und verlockend wie eine giftige Blume. Und viele erliegen der Versuchung, werden betrogen und geraten in tiefe Abgründe.
Ob das Problem nun Habsucht, intime außereheliche Beziehungen oder aber Alkohol heißt - das, was zunächst schön und anziehend aussieht, verhärtet das Gefühl und das Gewissen. Zuletzt stirbt auch dieser innere Mahner ab. Bis dahin aber findet man genug Argumente, um sein Verhalten zu entschuldigen. Der Betrug der Sünde ist komplett!
Damit versperrt man sich den Zugang zu Gott und seiner Welt des Friedens. Man wird abgestumpft gegen seine Wahrheit und kann Leben und Tod in ihrer tiefen Bedeutung nicht mehr recht einschätzen. Schließlich leugnet man ganz, dass es einen Gott gibt, der gerechte Ansprüche an uns alle hat.
Wird eine Lüge deshalb wahr, nur weil viele sie denken und lieben? Ändert Gott sein Urteil über die Sünde, nur weil alle Welt sündigt? - Natürlich nicht, sondern Er warnt uns davon, auf "den Betrug der Sünde" hereinzufallen und unsere Herzen zu verhärten (Hebräer 3, 13).
Quelle: Die gute Saat 2015  |  CSV-Verlag

Donnerstag, 4. Februar 2016

Was bedeutet Fürbitte?

Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

Abraham hat unseren Herrn unheimlich genervt, als er für die Stadt Sodom gebeten hat. Und Abraham hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass wenigstens ein paar Leute aus der Stadt errettet werden. Immer wieder hat er mit dem Schöpfergott verhandelt, nachdem Gott ihm gesagt hatte, welches Gericht über Sodom kommen soll.

1. Mose 18, 16-33:
16 Da brachen die Männer auf und wandten sich nach Sodom. Und Abraham ging mit ihnen, um sie zu begleiten.
17 Da sprach der Herr: Sollte ich Abraham verbergen, was ich tun will?
18 Abraham soll doch gewiß zu einem großen und starken Volk werden, und alle Völker der Erde sollen in ihm gesegnet werden.
19 Denn ich habe ihn ersehen2, daß er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebiete, den Weg des Herrn zu bewahren, indem sie Gerechtigkeit und Recht üben, damit der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat.
20 Und der Herr sprach: Das Geschrei über Sodom und Gomorra ist groß, und ihre Sünde ist sehr schwer.
21 Darum will ich hinabsteigen und sehen, ob sie es wirklich ganz nach dem Geschrei über sie getrieben haben, das vor mich gekommen ist, oder ob nicht; ich will es wissen!
22 Und die Männer wandten ihr Angesicht von dort und gingen nach Sodom; aber Abraham blieb noch stehen vor dem Herrn.
23 Und Abraham trat näher und sprach: Willst du auch den Gerechten mit dem Gottlosen wegraffen?
24 Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt; willst du die wegraffen und den Ort nicht verschonen um der fünfzig Gerechten willen, die darin sind?
25 Das sei ferne von dir, daß du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, daß der Gerechte sei wie der Gottlose. Das sei ferne von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten?
26 Der Herr sprach: Wenn ich fünfzig Gerechte in Sodom finde, in der Stadt, so will ich um ihretwillen den ganzen Ort verschonen!
27 Und Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe es gewagt, mit dem Herrn zu reden, obwohl ich nur Staub und Asche bin!
28 Vielleicht gibt es fünf weniger als fünfzig Gerechte darin; willst du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen? Er sprach: Wenn ich darin fünfundvierzig finde, so will ich sie nicht verderben!
29 Und er fuhr weiter fort mit ihm zu reden und sprach: Vielleicht finden sich vierzig darin. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen!
30 Und Abraham sprach: Möge es [meinen] Herrn nicht erzürnen, wenn ich noch weiter rede! Vielleicht finden sich dreißig darin. Er aber sprach: Wenn ich dreißig darin finde, so will ich ihnen nichts tun!
31 Und er sprach: Ach siehe, ich habe es gewagt, mit [meinem] Herrn zu reden: Vielleicht finden sich zwanzig darin. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen!
32 Und er sprach: Ach, zürne nicht, [mein] Herr, daß ich nur noch diesmal rede: Vielleicht finden sich zehn darin. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen!
33 Und der Herr ging hinweg, als er mit Abraham ausgeredet hatte; Abraham aber kehrte wieder an seinen Ort zurück.


Den Ausgang dieser Geschichte kann man ab 1. Mose Kapitel 19 lesen. Im Endeffekt wurden nur vier Personen vor dem Gericht über Sodom bewahrt, nämlich Lot, seine Frau und die zwei Töchter.
Sodom wurde wegen der vier Personen zwar nicht bewahrt, aber unser Schöpfer hat diese vier Personen vor diesem Gericht verschont.


Daran kann man auch sehen, dass unser HERR uns mehrfach erhört und uns mehr gibt, als wir erbitten.
 

Im 1. Thessalonicher 5, 17 steht, dass wir ohne Unterlass beten sollen. Und das ist doch der Beweis dafür, dass es sich auf jeden Fall lohnen sollte, unsere Herzensangelegenheiten - was unseren Bekannten, Freunden und Familienangehörigen betrifft - zu unserem Herrn Jesus zu bringen, damit unsere Ungläubigen Mitmenschen errettet werden sollen.

Zitat von Corrie ten Boom: "Wenn Menschen für die Bekehrung eines anderen Menschen beten, ist das ein Beweis, dass Gott sich schon damit beschäftigt."